Als Frauen organisiert – Als Klasse vereint! Kämpfen wir für den Sozialismus! – Aufruf zum 8. März

Als Frauen der Arbeiter:innenklasse haben wir allen Grund wütend zu sein. Täglich spüren wir die Auswirkungen der sich zuspitzenden Krise und der damit ansteigenden patriarchalen Gewalt. Während Milliarden in Aufrüstung fließen, sinkt die Unterstützung für Frauenhäuser und Angebote für Jugendliche. Die Tarifverhandlungen enden mit einem Reallohnverlust für die Arbeiter:innen.

Für viele Frauen bedeutet das vor allem, in die ökonomische Abhängigkeit des Partners zu gelangen und spätestens mit dem Eintritt ins Rentenalter kaum noch genug Geld zu haben, um sich Wohnung und Essen leisten zu können.

Mit dem Anstieg des Faschismus werden reaktionäre Rollenbilder von Frauen mehr in die Breite der Gesellschaft getragen – wir werden in die Rolle der Mutter und Hausfrau gedrängt und unsere Selbstbestimmung wird mehr und mehr angegriffen.

Die deutsche Bundesregierung reagiert darauf, indem dunkle Straßen besser beleuchtet werden sollen und Täter von patriarchaler Gewalt mit einer elektronischen Fußfessel versehen werden. Von einer tatsächlichen Lösung können wir dabei jedoch nicht sprechen. Schließlich findet ein Großteil der patriarchalen Gewalt nicht nachts auf dunklen Straßen statt, sondern Zuhause in den eigenen vier Wänden. Und eine Fußfessel kann erst angebracht werden, nachdem bereits massive patriarchale Gewalt an Frauen ausgeübt wurde.

Auf unseren Schultern lasten Berufe im Niedriglohnsektor, auf uns lastet die Reproduktionsarbeit nach Feierabend und wir werden die Gesellschaft bei drohenden Kriegen am Laufen halten, wenn wir nicht ebenfalls an der Front verheizt werden sollen.

Diese Symptombekämpfung reicht nicht aus, um nur annähern die Auswirkungen der Krise abzufedern. Um tatsächlich eine Veränderung zu schaffen, müssen wir die Ursachen bekämpfen. Wir wollen nicht dabei stehen bleiben, die Auswirkungen der Krisen abzufedern, sondern Patriarchat und Kapitalismus als ganzes bekämpfen. Denn nur dadurch schaffen wir eine tatsächliche Selbstbestimmung, einen konsequenten Kampf gegen den Faschismus und eine ehrliche Befreiung der Frau. Dafür brauchen wir heute einen organisierten Widerstand unter Frauen und eine proletarische Frauenbewegung, die für unser Interesse als Arbeiterinnen einsteht. Genauso brauchen wir eine starke Arbeiter:innenbewegung als ganzes, welche dieses System bekämpft und uns im Kampf gegen Patriarchat und Kapitalismus zur Seite steht, hin zur sozialistischen Revolution,

Gerade da wo wir als proletarische Frauen die Widersprüche des Systems besonders spüren, wird es höchste Zeit, dass wir gemeinsamen Widerstand organisieren!

Wir bleiben nicht dabei stehen, ständiger Unterdrückung und Ausbeutung ausgesetzt zu sein! Als Frauen lebt in uns die Kraft des Widerstands, der unsere kommunistischen Vorkämpferinnen wie Clara Zetkin, Rosa Luxemburg und auch Ivana Hoffmann angetrieben hat.

Und auch heute sehen wir, dass es immer wieder die Frauen der Arbeiter:innenklasse sind, die in der ersten Reihe stehen für den Kampf für eine neue Gesellschaft. Die Frauenrevolution in Rojava ist ein Beispiel dafür, welches es heute zu verteidigen gilt. Aber auch im Iran, in Argentinien, in der sozialistischen Revolution in Russland 1917 und historisch in Deutschland können wir zahlreiche Beispiele finden.

Kämpfen wir also gemeinsam als Frauen, organisieren wir uns für den Wideraufbau einer kämpferischen proletarischen Frauenbewegung und für die sozialistische Revolution!

Diesen Beitrag teilen: