LLL 2026 – Erfolgreicher Start ins neue Kampfjahr!

„Trotzen wir der Repression – Auf zum Kampf, auf zur Revolution!“ unter diesem Motto mobilisierten wir zur jährlichen Gedenkdemonstration an Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht und Wladimir Iljitsch Lenin nach Berlin. Dieses Wochenende ist für Kommunist:innen und Sozialist:innen unterschiedlichster Organisationen Deutschlands ein zentrales Ereignis. Denn die LLL bedeutet nicht nur Gedenken, sondern ist auch ein Zeitpunkt der politischen Debatte zwischen unterschiedlichen Kräften und sie spiegelt zumindest in Ansätzen die Entwicklung der kommunistischen Bewegung in Deutschland wieder.

Das Gedenken mit den Kämpfen unserer Zeit verbinden!

Bereits am Samstag versammelten sich 700 Genoss:innen zur Veranstaltung unserer Organisation und der MLKP, darunter auch zahlreiche nationale und internationale Gäste anderer Organisationen. Der Samstag vor der LLL-Demonstration ist traditionell ein Tag, an dem wir die Kämpfe unserer Zeit mit dem Gedenken verbinden. Daran orientierten sich auch die diesjährigen Seminare und das abendliche Kulturprogramm.

Am Vormittag befassten sich Genoss:innen unserer Organisation mit der Entwicklung des deutschen Imperialismus und der voranschreitenden Militarisierung. Im Vordergrund stand dabei, ein allgemeines Verständnis der deutschen Geostrategie zu vermitteln, sowie der Rolle der deutschen Bundeswehr in anderen Ländern. Das zweite Seminar von Marksist Teori analysierte die politische Lage in Westasien. Unter dem Titel „Krieg – Chaos – Revolution“ lag der Fokus des Seminars auf den revolutionären Potentialen in Palästina, dem Iran, Syrien und Kurdistan. Der Genosse analysierte, worin sich die Kämpfe und Ziele der jeweiligen Nationen aufgrund ihrer Bedingungen unterscheiden und an welchen Stellen es besondere Gemeinsamkeiten gibt – zum Beispiel im Kampf gegen den US-imperialistischen Einfluss in der Region.

Das Podium am Nachmittag stellte die Frage nach unseren Aufgaben heute konkreter. Genoss:innen des Kommunistischen Aufbau und der KGÖ diskutierten darüber, was die Aufgaben der Kommunist:innen des 21. Jahrhunderts sind und wie wir diese heute erfüllen können. Ein zentraler Punkt neben der Notwendigkeit des Aufbaus einer Kommunistischen Partei in und durch die Klassenkämpfe unserer Zeit, ist die Notwendigkeit der Entwicklung eines unerschütterlichen Siegesbewusstseins und eines revolutionären Optimismus für die vor uns stehenden Kämpfe.

Den Abend verbrachten wir mit vielseitiger revolutionärer Kultur. Gedichte und Arbeiter:innenlieder erzählten uns von dem Leben und den Kämpfen unserer Klasse. Redebeiträge stimmten die Genoss:innen auf die kommenden Kämpfe ein und darauf, selbst Verantwortung zu übernehmen im Kampf um die Herzen und Köpfe unserer Klasse. Denn, wie die Redner:innen des Kommunistischen Aufbaus in ihrer Rede sagten: „Das Erbe von einzelnen Revolutionär:innen wie Rosa, Karl und Lenin ist groß. Aber die tatsächlichen Kämpfe gegen Faschismus, Krieg und die Unterdrückung der Frau wurden nie allein von einzelnen bekannten Persönlichkeiten geführt, sondern von den Tausenden, den Millionen Genoss:innen und Arbeiter:innen, deren Namen wir heute zum größten Teil nicht kennen. Heute sind wir diejenigen, die sich diese Rolle geben müssen.“

Parallel zu unserem eigenen Programm nahmen Genoss:innen von uns an verschiedenen Veranstaltungen anderer Organisationen als Gäste und Redner:innen teil. Auch dieser Austausch und Vernetzung ist bei allen Unterschieden eine positive Entwicklung die bewusst weiter entwickelt werden muss. So nahmen unsere Genoss:innen unter anderem am Internationalen Jugendsymposium der Neuen Demokratischen Jugend (YDG) teil. Mit Genoss:innen aus zahlreichn Ländern diskutierten die Genoss:innen unserer Jugendorganistaion Kommunistische Jugend über die Aufgaben der Jugend in Zeiten von Krieg und Militarisierung.

Die kommunistische Bewegung lebt!

Am Sonntag versammelten sich über 10.000 Kommunist:innen aus ganz Deutschland und weiteren europäischen Ländern am Frankfurter Tor, um von dort in einem Demonstrationszug zur „Gedenkstätte der Sozialisten“ zu laufen. Auch wir durften zahlreiche französische Genoss:innen der Organisation Unité Communiste in unseren Blockreihen begrüßen, wo wir gemeinsam unter dem Banner des proletarischen Internationalismus liefen.

Auch wenn die widrigen Wetterbedingungen sicherlich zu Anfahrtschwierigkeiten für viele potenzielle Teilnehmer:innen geführt haben, können wir feststellen, dass die Gesamtgröße der Demonstration quantitativ keinen großen Sprung gemacht hat. Dafür können wir jedoch zusehends positive Entwicklungen in ihrer Zusammensetzung feststellen. Der Ausdruck der Demonstration wird immer stärker von den jüngeren, revolutionären Organisationen geprägt, allen voran von jungen Kommunist:innen, die politische Verantwortung für den Kampf um ihre Zukunft übernehmen wollen. Diese Entwicklung zeigt uns, dass die Idee des Kommunismus lebt und durch neue, jüngere Generationen stetig erneuert wird.

Solidarisch im Kampf gegen Repression!

Im Vergleich zu den letzten Jahren gab es auf der Demonstrantion selber ein deutlich weniger repressives Vorgehen von Seiten der Polizei. Dennoch gab es sowohl vor der Demonstration einzelne Durchsuchungen von Personengruppen, als auch Eskalationen und Festnahmen in Abreisesituationen. So wurden einzelne Genoss:innen des Revolutionären Blocks bei ihrer Abreise festgenommen, Personen aus der U-Bahn gezerrt oder auch Pfefferspray in der U-Bahn eingesetzt. Weitere Festnahmen wurden von Seiten der Polizei damit begründet, man habe wegen vermeintlich verbotener Parolen eingegriffen.

Trotz der vergleichsweise geringen Repression kann hier von einer Entspannung wohl nicht auf Dauer die Rede sein. Aktuell befinden sich immer noch Genoss:innen in Gerichtsverfahren mit Bezug auf die LLL 2025 und auch sonst sollten wir uns immer darüber im Klaren bleiben, dass die staatliche Repression zuschlägt, wann sie es für sinnvoll hält – und nicht unbedingt dann, wenn wir damit rechnen. Umso notwendiger bleibt es also, also revolutionäre Kräfte flexibel und solidarisch im Kampf gegen Repression zu bleiben.

Mit diesem erfolgreichen Start ins Kampfjahr 2026 wünschen wir allen Genoss:innen viel Erfolg bei allen anstehenden Kämpfen! Werfen wir uns mit Mut, Hingabe, Disziplin und Siegesbewusstsein in alle Aufgaben, die vor uns stehen!

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