Resolution: Auf zur organisatorischen Unabhängigkeit

Die Verhältnisse in Deutschland verlangen schon lange nach einer kommunistischen Jugendorganisation, die Seite an Seite mit einer kommunistischen Partei für die Befreiung unserer Klasse und gegen die kapitalistische Herrschaft kämpft.

Gerade jetzt – in Zeiten, in denen eine klare Perspektive für die Jugend unter den Krisen und Kriegen dieses Systems immer weiter schwindet – benötigt die proletarische Jugend eine Alternative, die ihr Hoffnung und Aussicht auf eine lebenswerte Zukunft gibt. Diese Alternative kann nur der gemeinsame, organisierte, entschlossene Kampf für den Aufbau einer klassenlosen Gesellschaft im Kommunismus sein.

Dabei kommt ihr die Aufgabe zu, die Arbeiter:innenjugend massenhaft unter der Fahne des Kommunismus zu organisieren und in den Künsten des Klassenkampfes zu schulen. Sie organisiert keine vorgefertigten Kader:innen, sondern die fortschrittlichsten Teile der Jugend, die voller Motivation und Begeisterung ihren Beitrag zur Befreiung unserer Klasse leisten wollen.

In ihr werden sich zahlreiche junge Genoss:innen mit verschiedensten Ansprüchen und Vorstellungen, ideologischen Wissensständen und politischer Praxiserfahrung sammeln. Zwischen kommunistischen Kader:innen über spätere Berufsrevolutionär:innen der Partei bis zu revolutionären Aktivist:innen wird sich eine organisatorisch unabhängige Jugendorganisation der Herausforderung widmen, für jede:n Jungkommunist:in den richtigen Platz in der kommunistischen Bewegung zu finden und die unterschiedlichen Niveaus mit einer Staffelung der Ansprüche zu beantworten, um den größtmöglichen Entwicklungsraum zu schaffen.

Eine kommunistische Jugendorganisation wird dabei andere und eigene Wege finden müssen, die jugendlichen Teile der Arbeiter:innenklasse für den Kommunismus zu gewinnen als es die Partei tun wird. Sie muss eine der Jugend und ihren Besonderheiten entsprechende Arbeitsweise entwickeln, die der jugendlichen Dynamik und ihrem Drang nach Veränderung Rechnung trägt, den passenden Rahmen für schnelle und große Entwicklungssprünge bietet und der Jugend den Raum und das Vertrauen gibt, sich im Klassenkampf auszuprobieren, Fehler zu machen, zu lernen und daran zu wachsen.

Um all das zu erreichen, darf keine Schule, Uni, Ausbildungsstätte oder Betrieb unberührt von der kommunistischen Jugend bleiben. Überall wo Jugendliche regelmäßig zusammenkommen, gilt es eine breite, kreative und vielfältige Massen- und Verankerungsarbeit zu leisten, die an den unmittelbaren Interessen und Bewusstseinsständen der Jugendlichen anknüpft und diese mit dem Kampf für eine befreite Welt im Kommunismus verbindet. Gerade die aktive Teilhabe am Klassenkampf und das Hineinwerfen in die politische Praxis ist von zentraler Bedeutung für eine kommunistische Jugendorganisation, um ihren Einfluss auf die proletarische Jugend stetig erweitern und als Ausbildungsstätte neuer Kader:innen dienen zu können.

So wie in allen anderen Bereichen wird die Jugendorganisation auch im Kampf für die Frauenrevolution und in der antipatriarchalen Arbeit eigenständig Verantwortung übernehmen müssen. Teil einer eigenen Kader:innenpolitik wird sein, im besonderen Maße Kraft und Anstrengungen auf die Entwicklung von jungen Frauen- und trans Genoss:innen zu legen.

Erst durch die organisatorische Unabhängigkeit kann sie ihrer Rolle als kontinuierlicher Motor und Antrieb im Parteiaufbau gerecht werden und durch den stetigen Zuwachs von Jugendgenoss:innen in die Reihen der Aufbauorganisation diese ständig verjüngen und die Anziehungskraft des Sozialismus und der Frauenrevolution stärken.

Erst dann wird sie die Organisation mit ihrem jugendlichen Enthusiasmus mit neuem revolutionären Feuer anstecken und so zu einer dauerhaft den Klassenkampf nach vorne entwickelnden Kraft werden.

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