In den frühen Morgenstunden des 3. Februar traten hunderte Spezialeinheiten der türkischen Antiterrorpolizei die Türen von sozialistischen Aktivist:innen in Istanbul, Antalya, Adıyaman, Urfa, Rize, Bursa, Van, Tekirdağ, Gaziantep, Samsun, Dersim, Malatya, Diyarbakır, Kocaeli, Yalova, Balıkesir, Denizli, Ankara, İzmir, Sakarya, Adana und Mersin ein und verhafteten fast 100 Genoss:innen.
Zudem durchsuchten sie Büros und Vereine der Partei der Unterdrückten (ESP), der Sozialistischen Frauenräte (SKM), der Föderation Sozialistischer Jugendvereine (SGDF), der Nachrichtenagentur ETHA, der Hafenarbeiter:innengewerkschaft DİSK/Limter-İş, von Polen Ekoloji, dem Kulturverein BEKSAV sowie weiterer Organisationen.
Der türkische Innenminister Ali Yerlikaya beschuldigt die Festgenommen mit ihren legalen Aktivitäten und Aktionen Teil der Marxistischen Leninistischen Kommunistischen Partei (MLKP) zu sein. Anhaltspunkte für diesen massiven politischen Angriff sollen wie so oft angebliche Aussagen durch Verrat und erpresste Geständnisse dienen.
Wir stehen an der Seite unserer Genoss:innen in der Türkei und Nordkurdistan und ihrem Kampf gegen den türkischen Faschismus und für das Selbstbestimmungsrecht aller unterdrückten Völker und Minderheiten in der Türkei!
Systematische Angriffe auf jeden Widerstand
Die Festnahmeoperationen reihen sich ein in zahlreiche Angriffe des türkischen Staates gegen jeden Widerstand gegen seine faschistische Herrschaft und Unterdrückung. Dabei steht insbesondere die Solidarität mit dem kurdischen Volk und sein Kampf um Selbstbestimmung in Nordkurdistan und Rojava im Fadenkreuz der Repressionbehörden.
So sind alleine im Januar 850 Menschen bei Protesten gegen die Angriffe auf Rojava verhaftet worden. Darunter sind zahlreiche Verhaftungen von Politiker:innen, Journalist:innen und Anwält:innen. Auch zwei internationale Delegationen wurden in den vergangenen Wochen in Nordkurdistan verhaftet, misshandelt und anschließend gewaltsam abgeschoben.
Die Angriffe des türkischen Staates sollen die Solidarität und den Kampfeswillen von allen brechen, die sich der faschistischen Diktatur nicht beugen, sondern mit erhobenem Kopf für Gerechtigkeit, Selbstbestimmung und den Sozialismus kämpfen.
Wir stehen nicht nur heute an der Seite unserer Genoss:innen und fordern ihre sofortige Freilassung, sondern wir führen tagtäglich einen gemeinsamen Kampf gegen Faschismus, Krieg und Kapitalismus, für die Befreiung der Arbeiter:innenklasse und aller Unterdrückten im Sozialismus!
Solidarität sprengt alle Grenzen und Mauern!
Kämpfen wir gemeinsam bis alle frei sind!
Hoch die internationale Solidarität!




