Als Klasse zusammen stehen und kämpfen gegen Corona und Kapitalismus

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Seit Wochen schüren Medien und Regierungen eine massive Panik und Angst vor dem Corona-Virus. Gleichzeitig setzen die Herrschenden umfangreiche Einschränkungen unserer Grundrechte um, die zu jeder anderen Zeit massivste Widerstände hervorgerufen hätten. Wir brauchen dringend einen materialistischen, unaufgeregten und klassenkämpferischen Umgang mit der sich dynamisch entwickelnden Situation.

Ein Virus bringt das System zum Wanken

Egal wie lange der Corona-Virus Deutschland und die Welt im Griff haben wird, er wird nicht für den Untergang des kapitalistischen Systems und seiner ökonomischen Gesetze sorgen. Doch eins sehen wir schon jetzt sehr deutlich: Der Virus verschärft die Klassenwidersprüche massiv und er zeigt die Verwundbarkeit dieses Systems an allen Ecken und Enden.

Das „Krisenmanagement“ des deutschen Staates lässt dabei keinen Zweifel daran, dass die Regierung ihre Rolle, die Profite der Monopole zu sichern, bestens versteht und alle Maßnahmen dazu ergreift. Wie sonst soll man die Ankündigung unbegrenzte Kredite an Unternehmen zu geben und im Zweifelsfall die Schulden strategisch wichtiger Unternehmen zu verstaatlichen verstehen? Schon jetzt dürfte sich abzeichnen, dass Corona eine vertiefte Weltwirtschaftskrise auslösen wird. Die Herrschenden werden unzweifelhaft versuchen die Kosten dieser Krise auf unsere Schultern abzuwälzen, dies gilt es zu verhindern.

Solidarität statt Panik

Für uns bedeutet die aktuelle Situation vor allem, unsere direkte Arbeit in den Betrieben und Stadtvierteln auszubauen und zu intensivieren. Wir müssen die Menschen, die vom Staat sich selbst überlassen werden und durch die staatlichen Maßnahmen in die Isolation gedrängt werden auffangen und unsere solidarischen und kämpferischen Netzwerke im Stadtteil ausbauen.

Klären wir unsere NachbarInnen und KollegInnen über die aktuelle Situation auf und helfen wir so eine weitere Panik und Endsolidarisierung untereinander zu verhindern. Dies sind wichtige Grundlagen um klar zu machen, dass auch der Umgang mit dem Virus eine Klassenfrage ist. Schließlich wird er für uns ArbeiterInnen ganz andere finanzielle und gesundheitliche Folgen haben, als für die Kapitalisten.

Klassenkampf statt Resignation

Die Reaktion der linken, revolutionären und ArbeiterInnen-Bewegung darf es nicht sein, für die nächsten Wochen oder gar Monate jegliche Klassenkämpfe einzustellen. Vielmehr werden sich auch in dieser Krise die Angriffe der Herrschenden auf unseren Lebensstandard und unser Rechte erneut verschärfen.

Auch in den Zeiten dieses Virus dürfen wir die Einführung eines Ausnahmezustandes und die faktische Aussetzung jeglicher Rechte nicht stumm hinnehmen, während gleichzeitig zehntausende durch die Maßnahmen ihre Existenzgrundlage verlieren.

Es gilt die Demagogie der Herrschenden, die nun eine große Volksgemeinschaft beschwören, die von allen Klassenwidersprüchen absieht, zu entlarven und offensiv anzugreifen. Läuft es weiter so wie bisher, ohne das wir Widerstand leisten, dann sterben an Corona wir ArbeiterInnen, dann leiden darunter wir ArbeiterInnen und unser Klassenfeind bereichert sich daran.

Nehmen wir uns ein Beispiel an unseren Klassengeschwistern in Italien, die mit zunehmenden Streiks auf die Auswirkungen des Ausnahmezustands antworten. Statt Versammlungen und Demonstrationen unter freiem Himmel wie am 1. Mai abzusagen müssen als nächstes Fabriken und Großraumbüros geschlossen werden, in denen die Ansteckungsgefahr ohnehin viel höher ist. Der Lohn der ArbeiterInnen muss vollständig weiter gezahlt werden. Doch diese Forderung werden wir nur im Kampf durchsetzen!