Als LGBTI+ Arbeiter:innen besteht unser Leben aus Kampf: Kampf um die Anerkennung unserer Rechte, Kampf gegen Ausgrenzung und Gewalt. Faschistische Kräfte erklären unsere Existenz zu einer Bedrohung, dabei sind wir es, die in dieser Gesellschaft besonders bedroht werden. Wir sollen herhalten als Sündenböcke, dabei ist es das patriarchale-kapitalistische System, dass der Ursprung der Krisen und Kriege auf der ganzen Welt ist. Die auch dafür sorgen, dass sich die Lebensbedingungen der ganzen Arbeiter:innenklasse verschlechtern.
In Deutschland nehmen besonders die Angriffe auf offener Straße auf LGBTI+ Personen zu. 2024 entwickelte sich bundesweit eine faschistische Jugendbewegung die sich gegen CSDs organisierte, ebenso auch 2025. Seit 2010 haben sich laut bürgerlicher Statistik Straftaten gegen schwule, lesbische, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen verdoppelt. Gleichzeitig erfahren sie weiter Ausgrenzung auf der Arbeit, in der Schule oder Universität. Die Angst die eigene Beziehung offen zu zeigen, das eigene Geschlecht zu leben, Angst vor Mobbing, Einsamkeit und Gewalt auf der Straße oder von der Familie prägt das Leben vieler LGBTI+ Personen.
Die Angriffe auf die Selbstbestimmung und das Leben von LGBTI+ Personen reihen sich ein in die Auswirkungen der Krise des Kapitalismus. Die Folgen sind Militarisierung, Aufrüstung und die Wiedereinführung der Wehrpflicht, um die imperialistischen Interessen Deutschlands global durchsetzen zu können. Zeitgleich kommt es zu flächendeckenden Kürzungen und Angriffen auf die Errungenschaften der Arbeiter:innenklasse, wie dem Achtstundentag. Die steigende Unsicherheit im Leben der Arbeiter:innen spielt Faschist:innen in die Hände, die Ängste und Wut für ihre reaktionären Zwecke nutzen. Mit ihrer LGBTI+ Feindlichkeit wollen sie patriarchale Vorstellungen von Geschlecht und Familie stärken und verbreiten, die das herrschende System braucht.
Diesen Krisenentwicklungen müssen wir uns aber nicht einfach ergeben. Die Geschichte der LGBTI+ und der Arbeiter:innenbewegung zeigt uns, dass Widerstand möglich ist. Ein Wendepunkt war die Nacht vom 27. auf den 28. Juni 1969, als sich in New York LGBTI+ Personen gegen die Polizei wehrten. Damit waren sie ein Funken, der zu Protesten in zahlreichen Ländern führte und zur Entkriminalisierung von Homosexualität beitrug. Diese und weitere Errungenschaften heißt es heute aber wieder zu verteidigen. Ob es um LGBTI+ Rechte oder den Achtstundentag geht, im Kapitalismus gibt es für die Arbeiter:innen nur so lange Zugeständnisse, wie wir die Herrschenden dazu drängen. Wirkliche Befreiung, ein Ende des endlosen Kampfes um Verbesserungen kann es nur in einer Gesellschaft geben, in der es gar keine Grundlage für Ausbeutung und Unterdrückung mehr gibt.
Darum kämpfen wir organisiert als Kommunist:innen für ein Ende der kapitalistischen und patriarchalen Verhältnisse im Sozialismus. Erst der Sozialismus und die Frauenrevolution können die Bedingungen schaffen, in der Menschen in gleichgeschlechtliche Beziehungen und trans- und intergeschlechtliche Menschen wirklich gleichberechtigter und freier Teil der Gesellschaft sein können.
Nutzen wir die Jahrestage der Stonewall Riots als Kampftage, für weitere Schritte hin zu unserer Befreiung von Kapital und Patriarchat!




