Als Jugend organisiert kämpfen gegen Krieg und Krise!

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Gründe warum wir uns als Jugend organisieren und gemeinsam kämpfen müssen gibt es zu Hauf. In den letzten Wochen hören wir kaum mehr ein anderes Thema, als „Krieg“ und Militarisierung. Die imperialistische Kriegspropaganda läuft auf Hochtouren während Putin als „Wahnsinniger“ dargestellt wird, der alleine die Schuld an dem Einmarsch in die Ukraine trägt. Dem müssen wir uns entschieden entgegen stellen. Dieses System bedeutet Krieg! Und das nicht erst seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine.

Das ständige Kräftemessen zwischen den imperialistischen Kräften, die mit allen Mitteln versuchen ihre Einflusssphären zu vergrößern sind die Ursache für die Kriege zwischen ihnen oder ihren Stellvertreter:innen in allen möglichen Ländern auf der Welt. Der Krieg in der Ukraine ist zwar nicht der unmittelbare Auftakt eines dritten Weltkrieges, aber er ist ein Schritt darauf zu und wird vom deutschen Imperialismus genutzt, um die eigene Armee und die Jugend wieder kriegsfähig zu machen.

Auch in diesem Krieg spielt die Jugend eine besondere Rolle. In der Ukraine werden die Jugendlichen nach wenigen Tagen Ausbildung und ohne Schutzausrüstung in den Krieg geschickt und als Helden der Nation gefeiert, obwohl sie eigentlich nur das Kanonenfutter der Imperialisten sind. Nicht nur in der Ukraine, auch hier in Deutschland wird über die Wiedereinführung der Wehrpflicht diskutiert. Die Jugend ist es, die für die Interessen des deutschen Imperialismus in diesen oder andere Kriege geschickt werden soll. Jedes Jahr wieder kommt die Bundeswehr an unsere Schulen und versucht dort junge Menschen für den Krieg zu begeistern. Gerade in Verbindung mit der Diskussion über die Wehrpflicht ist es unsere Aufgabe der Bundeswehr an unseren Schulen den Empfang zu bereiten, den sie verdienen und zu verhindern, dass sie unsere Klassengeschwister für ihre Interessen begeistern.

Um International auch militärisch wieder auf Augenhöhe mit der Konkurrenz mitmischen zu können, muss Deutschland kräftig aufrüsten. In kürzester Zeit wurden 100 Milliarden Euro für die Bundeswehr zur Verfügung gestellt, auch wenn das bedeutet, dass Gesetze geändert und neue eingeführt werden müssen. Während gleichzeitig für das Bildungssystem drastisch Gelder gekürzt werden. Woher kommt dieses Geld? Klar ist, dass das Geld von den Arbeiter:innen kommen wird.

Heute von 100 Milliarden Euro zu sprechen, die von den Arbeiter:innen kommen werden ist blanker Hohn. Der Krieg wird auch auf Ebene der Ökonomie massivste und langfristige Auswirkungen haben. Das ist bereits wenige Wochen nach Kriegsbeginn sehr deutlich sichtbar. So sind deutliche Bemühungen zu erkennen, die international sehr verschränkten Produktionsketten und Kapitalverstrickungen zu entflechten, insbesondere zwischen Russland und der EU. Das Zusammenbrechen von Produktionsketten und die explodierenden Energiepreise führen bereits jetzt zu Werksstilllegungen in Europa und in Deutschland.

Auch für uns Arbeiter:innen werden die Folgen massiv sein. Die Ohnehin schon enorm hohe
Teuerungsrate wird nach Prognosen bürgerlicher Wirtschaftsstatistiker in diesem Jahr nochmal enorm an Fahrt aufnehmen. Erste Schätzungen sprechen hier von Inflationsraten von bis zu 10%. Die gelben Gewerkschaften jedenfalls haben bereits jetzt überaus deutlich gemacht, dass die Arbeiter:innen von ihnen nicht erwarten können, die zu erwartenden Lohneinbußen auch nur annähernd auszugleichen. Ganz im Gegenteil: Sie haben als Reaktion auf den Kriegsausbruch bereits gemeinsam mit den Kapitalverbänden „Solidaritätsveranstaltungen“ für die Ukraine organisiert und öffentlich erklärt, dass nun eben alle den Gürtel enger schnallen müssten. Die Forderung, den Gürtel enger zu schnallen, während Azubis die schon vor der Wirtschaftskrise nicht wussten, wie sie von ihrer Ausbildungsvergütung ohne einen weiteren Job oder staatliche Hilfen ihren Lebensunterhalt finanzieren sollen, zeigt sehr klar auf wessen Seite die gelben Gewerkschaften stehen.

Es ist schockierend, wie salonfähig Militarisierung in so kurzer Zeit geworden ist. Nicht nur in bürgerlichen, sondern auch in linken Kreisen. Die Forderungen nach Waffenlieferungen und militärische Unterstützung der Ukraine gehören, gemäß dem Motto „Der Feind meines Feindes ist mein Freund“ heute fast zum guten Ton während anti-russische Propaganda, Rassismus gegen Menschen aus Russland und Antikommunismus immer mehr zunehmen. Immer wieder wird diskutiert, dass am Tag der Befreiung nicht an sowjettische Denkmäler gegangen werden soll, während gleichzeitig die Angriffe auf diese zunehmen, russische Menschen in Deutschland bekommen Briefe von ihren Banken dass sie ihre Staatszugehörigkeit etc. noch einmal vorlegen müssen, sonst werden ihre Konten eingefroren.

Ein imperialistischer Krieg, wie der in der Ukraine, wird immer im Interesse der Großen Unternehmen und der imperialistischen Länder geführt. Die Leidtragenden sind immer die Jugendlichen, die Frauen, die Arbeiter:innen. Für uns kann es deshalb nur heißen: Kämpfen wir gegen den Krieg und für unsere Zukunft! Aber was muss dabei unser Ziel sein? Wir denken, dass eine Welt, in der Menschen nicht mehr für Profite abgeschlachtet werden, nur möglich ist, wenn wir nicht mehr in dieser kapitalistischen Gesellschaft leben, in der die Jagd nach dem höchsten Gewinn das Maß aller Dinge ist. Wir wollen eine neue, sozialistische Gesellschaft, in der wir die Gesellschaft in die eigene Hand nehmen und die Bedürfnisse der Bevölkerung das Entscheidende sind.

Bundeswehr raus aus den Schulen!
Wirtschaftskrise nicht auf dem Rücken der Jugendlichen austragen!
Feuer und Flamme dem imperialistischen Krieg!

Für die sozialistische Revolution!