Stellenabbau, Sozialkürzungen, Krieg – Jugend leistet Widerstand!

Uns droht eine düstere Zukunft: Laut Verband der Automobilindustrie sollen bis 2035 225.000 Jobs in der deutschen Autobranche gestrichen werden. Allein letztes Jahr wurden über 50.000 Jobs in der Automobilindustrie vernichtet. Doch nicht nur die Autoindustrie streicht Stellen. Arbeitsplatzabbau und Werksschließungen stehen bei allen großen Marken und Zulieferern auf dem Programm. Dazu kommen Angriffe auf die Arbeitszeit, wie etwa die Forderung nach der 40-Stunden-Woche und die Streichungen von Prämien und Zulagen von Mercedes.

Die kapitalistische Konkurrenzwirtschaft fordert Opfer. Doch diese Opfer erbringen nicht die Aktionär:innen, welche in den letzten Jahren Rekorddividenden eingesackt haben, sondern ganz im Gegenteil. Wir Arbeiter:innen sollen bezahlen und zwar mit Mehrarbeit, mit unserer Lebensgrundlage, mit unseren vermeintlich sicheren Arbeitsplätzen. Für uns als junge Arbeiter:innen bedeutetet der Stellenabbau im Zweifelsfall nach der abgeschlossenen Ausbildung oder dem Studium vom eigenen Betrieb nicht übernommen zu werden. Selbst Abfindungen gibt es für uns in der Regel keine und einen neuen Job zu finden wird schwer.

Parallel fährt die Merz-Regierung mit den sogenannten Sozialreformen und Kürzungen aktuell den größten Angriff auf den Lebensstandard der Arbeiter:innenklasse der letzten Jahre auf. Unsere Arbeitsbedingungen, Renten, die Gesundheitsversorgung und die Bildung sind davon betroffen, In quasi jedem Lebensbereich soll gespart werden. Gleichzeitig sollen wir länger und mehr arbeiten und am Ende trotzdem weniger haben. Dafür soll kurzerhand auch eine der größten Errungenschaften der Klassenkämpfe des letzten Jahrhunderts, der 8-Stunden-Tag, abgeschafft werden Doch damit nicht genug!

Während in Deutschlands größtem Industriezweig kahl geschlagen wird und die Regierung die Axt an den sozialen Errungenschaften vergangener Kämpfe ansetzt, fließen Milliarden von unseren Steuergeldern in die Aufrüstung der Bundeswehr und in die Militarisierung der Gesellschaft. Neue Raketen, Jets und Drohnen sollen der herrschenden Klasse im Kampf um Rohstoffe, Absatzmärkte und Einflussgebiete den Sieg bei der Neuaufteilung der Welt sichern. Jugendliche, die sich gestern vielleicht noch eine halbwegs erträgliche Zukunft und einen sicheren Job erhofft haben, werden ab Juli 2027 durch das 2025 verabschiedete Wehrdienstgesetz gezwungen, sich für die Tauglichkeit als menschliches Kriegsmaterial mustern zu lassen. Doch dabei werden die Kriegstreiber in Vorbereitung auf einen kommenden Krieg, für den sie Hunderttausende in der Bundeswehr brauchen, nicht stehen bleiben. Eine generelle Wehrpflicht ist also nur eine Frage der Zeit.

Die Vorstellung im Kapitalismus ein einigermaßen gutes Leben führen zu können, entpuppt sich für immer breitere Teile unserer Klasse und insbesondere die Jugend als Illusion. Stattdessen bekommen wir Entlassungen, Sozialabbau und eine Zukunft voller Kriege.

Das alles werden wir nicht abwenden können mit Bitten und Betteln bei Chef und Staat, die für all diese Angriffe auf uns verantwortlich sind, diese vorantreiben und davon profitieren. Denn letztendlich basiert ihre gesamte Herrschaft auf der Ausbeutung und Unterdrückung von uns Arbeiter:innen . Das verlangt nach einer entschlossenen Antwort.

Ja, wir wollen den Angriff auf unsere Rechte und Arbeitsbedingungen stoppen und eine Aussicht auf sichere, zukunftsfähige Arbeitsplätze haben. Wir müssen uns konsequent gegen Sozialabbau und Entlassungen wehren. Doch diese Angriffe von oben sind nicht einfach Ergebnis falscher Entscheidungen von den Konzernvorständen. Sie sind Ausdruck einer Gesellschaft und Wirtschaft, die auf den Profit für einige wenige ausgerichtet ist.

Der Kampf gegen diese Angriffe muss also, wenn er erfolgreich sein soll, in letzter Konsequenz zum Kampf gegen den Kapitalismus und Imperialismus überhaupt werden. Denn erst dann werden wir aus dem ewigen Kreislauf von Wirtschaftskrise und Angriffen von oben ausbrechen können. Genau diesen Kampf wollen wir führen und die Angriffe der Herrschenden nicht auf uns sitzen lassen – in keinem Betrieb, in keiner Schule, in keinem Bereich unseres Lebens.

Wir rufen daher im September alle jungen Arbeiter:innen und Kommunist:innen dazu auf, auf die Straße zu gehen, zu streiken und Widerstand zu leisten. Wir rufen auf zur kämpferischen Beteiligung…

  • an den Aktionen der IG Metall am 21. September, gegen den Stellenabbau und die Angriffe auf unsere Jobs in der Automobilindustrie!
  • am Streik gegen die Aufrüstung und Militarisierung, beim Schulstreik am 25. September!
  • am Aktionstag des DGB am 26. September, gegen den Sozialabbau!

Stellenabbau, Sozialkürzungen und Krieg – Jugend leistet Widerstand!

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