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Liebe Leserinnen und Leser,

der Postmodernismus und die sogenannte „Identitätspolitik“ sind in den vergangenen Monaten verstärkt das Thema von Debatten in den Medien sowie in der politischen Widerstandsbewegung gewesen. Die Ideologien, um die es sich dabei handelt, üben heute großen Einfluss aus, insbesondere wenn es um die Felder des Antirassismus und der LGBTI+ Politik geht. Dies wurde in der jüngeren Vergangenheit nicht zuletzt in den Auseinandersetzungen und Spaltungen in den Bewegungen rund um die Hanau-Proteste sowie den 8. März deutlich.

Wir halten das Thema für so wichtig, dass wir ihm mit der vorliegenden Ausgabe ein komplettes Heft widmen. Bei der Identitätspolitik und der zugrundeliegenden philosophischen Strömung des Postmodernismus handelt es sich, wie wir im folgenden aufzeigen, um Ausprägungen der bürgerlichen Ideologie, die im fortschrittlichen Gewand daherkommen, aber letztlich auf die Spaltung der Arbeiter:innen und Unterdrückten, auf die Zersetzung der revolutionären und kommunistischen Bewegung sowie der politischen Widerstandsbewegung ausgelegt sind. Dies weisen wir im vorliegenden Artikel „Diskursanalyse und Revolution“ ausgehend von den philosophischen Wurzeln dieser Strömung nach, die sich bis auf den reaktionären bürgerlichen Vordenker Nietzsche zurückführen lassen. Wir zeigen an den Beispielen des Antirassismus und der LGBTI+ Fragen auf, wie die postmoderne Philosophie Idealismus, Subjektivismus und Wissenschaftsfeindlichkeit in die Bewegung trägt, und stellen dem die materialistische Herangehensweise an die entsprechenden Fragestellungen entgegen. Wir zeigen auch auf, dass der Postmodernismus gerade auf den Gebieten vordringen und an Einfluss gewinnen konnte, wo der Marxismus in der Vergangenheit keine ausreichenden Antworten auf Fragen der Bewegung geliefert hat.

Wir hoffen, dass wir mit diesem Artikel einen Beitrag zur ideologischen Klärung in diesen so wichtigen Fragen leisten können.

Mit kommunistischen Grüßen

Redaktion Kommunismus

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