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[Bericht] Kämpferisches Gedenken an die Kommunisten Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht und W.I.Lenin am „LLL“-Wochenende in Berlin

Am Sonntag, den 15. Januar zogen mehrere tausend Menschen in Gedenken an die Kommunisten Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht und W.I. Lenin vom Frankfurter Tor hin zum Friedhof der Sozialisten in Berlin-Lichtenberg. Jedes Jahr gedenken an diesem Tag fortschrittliche, revolutionäre und kommunistische Menschen gesinnte den Begründern der Kommunistischen Partei in Deutschland und in Russland.

Unter dem Motto „100 Jahre Oktoberrevolution: Gedenken heißt kämpfen“ organisierten Kommunisten der Strukturen Kommunistischer Aufbau, Red Liberation Cottbus, Revolutionärer Jugendbund, Rote Aktion, Trotz Alledem und Ziel und Kurs Cottbus einen kämpferischen und organisierten Block, an dem sich rund 80 Personen beteiligten.

Im Vergleich zum letzten Gedenkjahr war eine erhöhte Organisation und Ernsthaftigkeit in verschiedenen Blöcken zu erkennen.

Nach Ankunft am Friedhof hielt eine Genossin eine Gedenkrede in der sie die Gefallenen in den langen Kampf der Unterdrückten gegen ihre Unterdrücker einordnete und dazu aufrief, die Biographien und Kämpfe der verstorbenen Revolutionäre zu studieren und in unseren Kämpfen fortleben zu lassen. Im Anschluss wurde die ‘Internationale’ an der Grabstädte der Sozialisten gesungen.

Bereits am Samstagabend waren die Organisatoren des ‘Gedenken heißt Kämpfen’-Blocks bei einer Abend-Veranstaltung zusammengekommen. Neben revolutionärer Kultur wurde auch ein Jahresrückblick- und Ausblick vorgetragen, der die Aufgaben, die vor den Kommunisten im Jahr 2017 stehen, skizzierte.

In dem Beitrag rief der Genosse dazu auf, den Faschisten die Massen streitig zu machen und selbstbewusst den Sozialismus als einzige Perspektive zu vertreten. Er betonte auch die Notwendigkeit, die eigenen Schwierigkeiten und Krisen im Verhältnis zum Lied der Unterdrückten und den anstehenden Aufgaben zu setzten und Kraft aus der Perspektive eines befreiten revolutionären Lebens zu ziehen.

Wir dokumentieren hier den Schlussteil des Jahresrückblicks von der Abend-Veranstaltung:

(…)

Genossen. Überall auf der Welt arbeiten die fortgeschrittendsten Teile der Massen daran, ihr Instrument der Revolution zu schaffen, zu erneuern und ständig neu zu erschaffen.

Welche Aufgabe gibt uns Revolutionären in Deutschland das vergangene Jahr mit?

Gelingt es uns, dem Faschismus die Massen streitig machen?

Gelingt es uns, selbstbewusst auszusprechen: „Ja, ich bin Kommunist“?

Gelingt es uns, in den Massen unsere Ideen in ihren Worten zu vermitteln und gleichzeitig offen zu sein von ihnen zu lernen und uns daraus zu entwickeln?    

Gelingt es uns, die Organisationsformen zu finden, um den Massen die wir gewinnen einen Platz in der Kommunistischen Bewegung zu verschaffen?

Gelingt es uns, die offenen Fragen der revolutionären Bewegung zu beantworten?

Gelingt es uns, anziehende Antworten auf die brennendsten Fragen zu finden?

Gelingt es uns, persönliche Streitigkeiten und Enttäuschungen vorwärts schreitend zu überwinden und auf der Grundlage unsere gemeinsamen Ideale zusammen zukommen?

Gelingt es uns, das Trennende in den Hintergrund zu Rücken und in Richtung des gemeinsamen voran zuschreiten das Trennende Überwindend?

Gelingt es uns unsere eigenen Organisationstraditionen, eingeschliffenen Verhaltensweisen, ideologischen Dogmen kritisch zu hinterfragen und uns zu revolutionieren?

Gelingt es den kommunistischen Frauen ihr Haupt zu erheben und noch höher zu erheben wie sie es in den Kämpfen bereits getan haben?

Gelingt es uns, ein Kommunistischer Pol zu werden der für alles ehrliche welches in den Großstädten bis zur Provinz in Deutschland täglich kämpft anzuziehend wird?

Gelingt es uns, bei den anstehenden kämpfen zu zeigen dass die Kommunisten in der ersten reihe stehen und kämpfen?

Gelingt es uns, unseren eigen Schmerz, persönliche Schwierigkeiten und Krisen im Verhältnis zu setzen, zu dem was unsere Genossen und die unterdrückten Massen in anderen Ländern gerade durchleben müssen?

Gelingt es uns, nicht in Weltschmerz zu versinken wenn das nächste Flüchtlingsboot gekentert ist, sondern unsere Trauer in Energie für unsere anstehenden Aufgaben zu verwandeln?

Gelingt es uns, den anstehenden Repressionen des Feindes gegen uns oder gegen uns nahestehende GenossInnen zu widerstehen und ihnen unsere geschlossenen Reihen der Solidarität entgegen zu stellen?

Gelingt es uns die anstehenden Aufgaben zu sehen unser Herz in die Hand zu nehmen und zu sagen „Ja! Ich will ein Teil dessen sein?

Genossen. Ob uns all diese Aufgaben gelingen, das hängt nicht vor allem davon ab, ob die Wirtschaftskrise einbrechen wird. Ob die reaktionären Parteien radikalere Maßnahmen wie z.B. einen Ausnahmestand nach dem nächsten Terroranschlag ergreifen.

Es hängt vor allem von uns ab – und das ist das was wir beeinflussen können.

Lasst uns die Anstehenden Ereignisse, die Kämpfe gegen den G20-Gipfel, den Kampf gegen den aufkommenden Faschismus und den Parlamentarismus, das Feiern der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution zu Erfolgen machen.

Lasst uns das Jahr 2017 zu einem Jahr der weiteren Arbeit an der Schaffung unseres Instruments für die Revolution in Deutschland werden lassen.

Wir alle wissen, es ist das einfache was schwer zu machen ist.

Ich bin mir sicher, dass wir Erfolg haben werden wenn wir auf die Arbeiterklasse, die Kommunistische Weltanschauung und uns selbst vertrauen.“

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