Die Flamme der Revolution – Wann können wir uns KommunistInnen nennen?

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Broschüre der Kommunistischen Jugend

Bin ich alt genug, um RevolutionärIn zu sein? Habe ich genug gelesen? Kann ich von mir sagen, dass ich KommunistIn bin? Werde ich unseren unsterblichen GenossInnen gerecht? Kann ich diese Verantwortung tragen? Diese und viele weiter Fragen und Zweifel gehen in den Köpfen vieler junger KommunistInnen herum.

In der bürgerlichen Gesellschaft lernen wir stets still zu sein und den Erwachsenen, seien es LehrerInnen, ErzieherInnen oder Eltern, am besten blind zu folgen. Wir lernen nicht, die Stärken und besonderen Eigenschaften von uns als Jugend zu nutzen und auszubauen. Doch die Jugend ist mit eben diesen Eigenschaften eine besondere Kraft für die Revolution. Ohne sie ist diese undenkbar.

Wir möchten uns in dieser Broschüre die Leben verschiedener junger RevolutionärInnen anschauen. Junge Menschen, die vor keiner Aufgabe, keiner Verantwortung zurück geschreckt sind. Junge Menschen, die sich gegen das bürgerliche Leben und für den Kommunismus entschieden haben. Junge Menschen, die die Grenzen, die vor ihnen standen, eingerissen haben. Junge Menschen, die mutig voran gegangen sind. Junge Menschen, die bis heute unsere Vorbilder sind.

Doch wir möchten nicht in der Vergangenheit und bei anderen stehen bleiben, sonder fragen uns: Was bedeutet das alles für uns heute konkret?

Die Verantwortung für den Aufbau der kommunistischen Partei in Deutschland und die sozialistische Revolution ist immens. Es wird Willensstärke, Disziplin, Einfühlungsvermögen und Durchhaltekraft von jeder/m einzelnen gefordert. Auf den ersten Blick ist das weder das typische noch das Leben, welches Jugendliche sich wünschen. Doch was kann es schöneres geben, als ein Leben in einem Kollektiv von GenossInnen? Ein Leben, in dem wir schon heute beweisen, dass eine Gesellschaft außerhalb der bestehenden Ellbogengesellschaft möglich ist. Das einzige Leben, welches Freiheit bedeutet.

Was bringt uns dazu, dieses Leben zu führen?

Unser bürgerliches Leben im imperialistischen Zentrum, welches wir uns heute in Deutschland noch vergleichsweise angenehm gestalten könnten, wenn wir die Augen verschießen, einzutauschen gegen ein Leben im Kampf für den Kommunismus? Was befähigt uns dazu als junge Menschen auch die größten Hürden des Kampfes und die Zweifel zu überstehen?

Die Antwort auf diese Frage ist so schwierig, wie sie einfach zu sein scheint. Es sind die Erfahrungen aus anderen Ländern, die unsterblichen GenossInnen,  unser Kollektiv und die Entwicklungen, die diese Dinge immer wieder in uns anstoßen.

Heute beginnen Jugendliche häufig mit Umweltprotesten, in der SchülerInnenbewegung oder bei antifaschistischen Demonstrationen mit politischer Arbeit. Einige beginnen dann, sich selbstständig und unabhängig von der herrschenden Ideologie zu bilden und beginnen mit kommunistischer Politik.

Von den Erwachsenen / Eltern hören die meisten in dieser Zeit „Ach das ist nur eine Phase, das geht schnell vorbei“ oder „Wenn du mal was älter bist, siehst du das alles auch anders“. Das wir als Jugend durchaus ernst zu nehmen und in der Lage sind, Entscheidungen zu treffen, glaubt uns kaum jemand. Doch eine der besonderen Eigenschaften der Jugend ist, dass wir uns nicht stoppen lassen und mit revolutionärem Übermut und Elan für unsere Ziele einstehen und Kämpfen. Hierbei ist unsere ideologische Überzeugung die stärkste Waffe in unserer Hand. Sie lässt uns durch die schwierigsten Zeiten gehen, stets in dem Wissen, dass es richtig und notwendig ist, was wir tun.

Auf dem Jugendkongress der KPD/ML beschrieb Ernst Aust, der Vorsitzende der KPD/ML die Jugend folgendermaßen „Ganz allgemein zeichnet sich die Jugend durch eine ganz besondere, außergewöhnliche Empfänglichkeit aus. Für die Jugend aller Zeiten und Generationen ist kennzeichnend, daß sie sich Träumen und verschiedenen Phantasien hingibt. Das ist kein Nachteil, sondern etwas positiv Wertvolles. Kein einziger aktiver und gesund denkender Mensch kann ohne Phantasie auskommen. Aber bei der Jugend ist diese Neigung meist viel stärker entwickelt als bei älteren Leuten. Besonders bei jungen Menschen im Alter von 13 bis 18 Jahren eilen diese Träume stets der Wirklichkeit voraus. Die Jugend hat stets den Wunsch, sich selbst aufzuopfern, große Taten zu vollbringen, ein sagenhafter Pionier, ein Held zu werden, die ganze Welt zu durchstreifen, Pilot zu werden oder, noch besser, mit einem Raumschiff ins Weltall zu fliegen. Eine Besonderheit der Jugend besteht in einem gewaltigen inneren Streben nach idealen Erlebnissen.“

Wenn wir uns das gesagte, aber insbesondere die Taten der Jugend anschauen, sehen wir, dass es nicht das Alter oder die Zahl der gelesenen Bücher ist, was einen Menschen zu einer/m KommunistIn oder RevolutionärIn macht. Weder Jahre in der politischen Arbeit, noch viel angelesenes Wissen aus Büchern allein machen uns zu  RevolutionärInnen. Es sind unser Bewusstsein und unser Handeln, die uns zu dem machen was wir sind.

Wir dürfen die Stärken, die nur wir als Jugendliche haben, nicht zu einer Schwäche machen und uns durch unsere Zweifel, Fragen und Ängste davon abhalten lassen, den organisierten Kampf für die sozialistische Revolution zu führen. Wir dürfen uns durch nichts davon abhalten lassen das schwierige, aber zu gleich schönste Leben als RevolutionärInnen zu führen. Viel mehr müssen wir uns alle jungen RevolutionärInnen zum Vorbild nehmen, ihre Eigenschaften in uns aufnehmen und mutig voran gehen!